Anfänger-Guide

Dieser Airsoft-Einsteiger-Leitfaden behandelt die Situation von Airsoft in Deutschland und orientiert sich an der deutschen Gesetzeslage. Der Einfachheit halber wird, sofern möglich, nicht zwischen Freien Waffen (Energie im Bereich 0,5 – 7,5 J; ab 18 Jahren) oder Spielzeugen (E<0,5 J, ab 14 Jahren) unterschieden.

Unabhängig von der Gesetzeslage sind Airsoftwaffen keine wirklichen Spielzeuge. Sie gehören nicht in Kinderhände.

Zudem gehören Airsoftwaffen nicht in die Öffentlichkeit. Das Spielen auf nicht-legalen Spielfeldern oder irgendwo im Wald schließt sich selbstverständlich aus und wird von nahezu der Gesamtheit der Community abgelehnt.

Airsoft ist ein ganzjähriges Teamspiel, welches überwiegend im Freien gespielt wird. Ziel ist es in verschiedenen Spielmodi (bspw. „Capture-the-Flag“), die gestellten Aufgaben zu erfüllen, dabei durch taktische Raffinesse seinem Gegenspieler möglichst zuvor zukommen.

Hierbei kommen Waffenrepliken (kurz ASG = Airsoftgun) zum Einsatz, welche mit Luftdruck ein 6mm Kügelchen (BB = BabyBullet), mit geringer Reichweite verschießen. Die dabei entstehenden Geschossenergien, die so gering sind, dass sie keinen ernsthaften Schaden anrichten können.

Sportliche Fairness und Teamgeist sind beim Airsoft-Spiel eine Grundvoraussetzung. Da Treffer (im Gegensatz zum Paintball) keine Farbmarkierung hinterlassen, obliegt es einem selbst anzuzeigen, dass man vom Gegner getroffen wurde und diesen Treffer anzuerkennen. Auch wenn es sehr ungünstig für die Situation des eigenen Teams ist. Ehrlichkeit ist also das Wichtigste im Spiels.

Auf keinen Fall ist es Ziel, Mitspieler zu verletzen oder das eigene Selbstwertgefühl durch ein übertriebenes Auftreten und eine unangemessen aggressive Spielweise aufzupolieren.

Airsoft erfüllt auch nicht die Erwartungen, die viele Anfänger von Computerspielen wie „Call of Duty“ mitbringen.

Zudem haben hier unpassende Bezeichnungen wie „Schlacht“, „Airsoft-Krieg“ oder „killen“ nichts zu suchen. Airsoft-Spiele werden nicht als „Gefecht“, sondern als „skirm“, „Spiel“ bezeichnet, mehrtägige Events als „OP“.


Airsoftspieler kommen aus allen Bereichen der Gesellschaft. Dementsprechend vielseitig sind Ansichten, Standpunkte und Meinungen. Da Airsoft nur ein Hobby ist, muss es frei von Politik und Religion sein, um für jeden den gleichen Spaß am Spiel zu garantieren. Stammtischparolen oder jegliche Antipathien haben hier keinen Raum.

Da im Airsoft die körperliche Aktivität nur bedingt im Vordergrund steht und es bspw. weder einheitliche Regelwerke, übergeordnete Organisationsstrukturen oder die Möglichkeit von Vergleichswettkämpfen gibt, ist die Bezeichnung „Sport“ etwas irreführend. Die Bezeichnung „Hobby“ passt wohl etwas besser.

Beim Airsoft kann es zwar Spiele mit militärischen Strukturen geben, diese sind aber rein spielerischer Natur.

Airsoft kostet wie jedes Hobby auch Geld, es ist sogar ein teures Hobby. Auch hier bekommt man nur das, wofür man bezahlt. Ein Anfänger sollte als Mindestansatz etwa 300€ für eine Waffe (S-AEG), plus 100-200€ für zusätzliche Ausrüstung und Zubehör rechnen. Erfahrungsgemäß steigen die Kosten mit der Zeit. Für eine komplette Ausrüstung können sehr schnell auch mal 1.000 Euro und mehr anfallen.
Der Tageseintritt für ein legales Spielfeld kostet etwa 10-30€. Größere organisierte, durchaus mehrtägige Spiele, liegen bei 20-100€ für das Event. Dazu kommen die Anfahrtskosten zum Spielgelände, ggf. Übernachtungskosten und Verpflegung.

Als Mindestausstattung braucht ein Spieler zwingend drei Dinge um Airsoft spielen zu können:

  1. Schutzbrille,

  2. Waffentransportbehältnis,

  3. Airsoft-Waffe

Schutzbrille

Die Schutzbrille ist das erste und wichtigste Ausrüstungsteil eines jeden Spielers. Ihr habt nur zwei Augen!

Sie muss unbedingt für Airsoft geeignet sein.

Eine Schutzbrille muss den Bereich der Augen gut abdecken. Wechselgläser (klar, grau, rotbraun) sind bei verschiedenen Lichtverhältnissen von Vorteil. Brillenträger sollten auf ihre normale Sehhilfe als Schutz beim Spiel verzichten. Viele Hersteller bieten Korrektureinsätze für ihre Produkte an.

Schutzbrillenscheiben sollten nach regelmäßigem Tragen, auch ohne Schäden, nach drei bis fünf Jahren ausgetauscht werden. Nach häufigen Treffern auf die Scheibe sollte man die Scheibe gegebenenfalls früher tauschen.

Empfehlenswerte Schutzbrillen bieten u.a. die Hersteller Swisseye (z.B. das Modell „Raptor“), Revision, Bollé und ESS an.

Gitter- und Lochgittermasken/-brillen sind eher nicht zu empfehlen. Zwar können sie nicht beschlagen, sind aber dennoch durchlässig für kleine Splitter. Das Gittergeflecht provoziert das zersplittern von Bbs und ist nicht als Augenschutz geeignet.

Die Brille wird aufgesetzt, sobald man das Spielfeld betritt bzw. mit Waffen hantiert wird.

Zusätzlich zur Schutzbrille sind Schutzmasken als Schutz für die untere Gesichtshälfte empfehlenswert.

Waffentransportbehältnis

Die Airsoftwaffe darf ausschließlich zwischen Wohnung und Spielfeld/Büchsenmacher transportiert werden.

Dabei muss der Transport in einem

  • blickdichten und

  • – verschlossenen

Behältnis erfolgen.

Die ungeladene Waffe sollte gepolstert liegen. Eine Waffentasche oder ein Waffenkoffer, abgeschlossen mit einem Schloss (Zahlenschloss oder Vorhängeschloss) wird vom Waffenrecht empfohlen und sollte daher erste Wahl für jeden besonnenen Spieler sein. Eine ausreichend dimensionierte, abschließbare Sporttasche ist ebenfalls eine Option.

Magazine und Ausrüstung müssen nicht verschlossen sein, sollten aber nicht sichtbar transportiert werden. Die beim Airsoft als Kugeln verwendeten BB’s gelten nicht als Munition im Sinne des Waffengesetzes und müssen daher nicht getrennt transportiert werden.

Um falsche Eindrücke bei Außenstehenden zu vermeiden, sollte die Ausrüstung generell möglichst verdeckt transportiert werden.

Airsoftwaffe

Nach deutschen Recht gelten Airsoftwaffen (ASG), oft auch Markierer genannt, mit einer Energie <0,5 Joule als Spielzeug. Diese ASGs dürfen im Handel ab dem 14. Lebensjahr erworben werden. Diese Waffen dürfen vollautomatisch schießen. Allerdings gelten sie aufgrund ihres Aussehens als sog. „Anscheinswaffe“ und haben daher in der Öffentlichkeit ebenfalls nichts zu suchen.

Waffenrepliken mit einer Energie von mehr als 0,5J bis 7,5J gelten als Freie Waffen. Sie dürfen ab dem 18. Lebensjahr erworben/besessen (Besitz – Gewalt über einen Gegenstand ausüben !) werden. Diese Waffen dürfen nur halbautomatisch schießen. Auch müssen sie über ein Prüfzeichen für Freie Waffe – ein F im Fünfeck – verfügen. Airsoftwaffen mit einer Energie über 0,5J, die im Ausland erworben werden, verfügen nicht über dieses Prüfzeichen und dürfen durch den Endnutzer nicht in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt werden! (Straftat!!!)

Im Umgang mit jeder Schusswaffe, sollte man sich vier einfache Sicherheitsregeln verinnerlichen:

  1. Jede Waffe ist als geladen zu betrachten.

  2. Die Mündung wird nur auf das gerichtet, was ich auch beschießen will.

  3. Der Finger berührt erst den Abzug, wenn ich schießen will. Ansonsten ist der Finger ausgestreckt, neben dem Abzug.

  4. Ich bin mir meines Zieles sicher.

Diese Regeln sind eine Selbstverständlichkeit und sollten durch alle Waffennutzer, egal welchen Hintergrund sie haben, angewendet werden.

Die Waffenenergie (in Joule angegeben) ist zwar ein Faktor um Waffen einzuteilen, sie sagt aber grundsätzlich nichts über die Reichweite der Waffe aus. Eine ASG aus dem Hause „Tokyo Marui“ beispielsweise, wird mit ca. 0,9 J aufgrund hochwertigeren Bauteilen wesentlich bessere Reichweiten-Ergebnisse erzielen, als ein Produkt einer Billigmarke welche i.d.R. mit 1,2-1,6 Joule auf den Markt geworfen werden.

Technisch gesehen gibt es vier Funktionsweisen für ASGs

Federdruck

Zum Abschießen eines BB, muss eine Feder vorgespannt werden. Bei Federdruckwaffen, spannt der Schütze die Feder mit der Hand. Diese Funktionsweise findet sich bei verschiedenen billigen Waffenrepliken mit einer Energie <0,5J.

Im Bereich >0,5J sind mit Masse Repliken von Scharfschützengewehren als Federdruckwaffe auf dem Markt.

Federdruckwaffen funktionieren wetterunabhängig. Da sie per Hand betätigt werden, benötigen sie auch keine Akkus oder Gas. Dafür haben sie eine niedrige Schussfolge.

(Für Anfänger nur bedingt zu empfehlen)

Elektrisch (AEP – Automatic Electric Pistol; AEG – Automatic Electric Gun ; S-AEG Semi-AEG)

Bei dieser Funktionsweise wird die Feder über einen Elektromotor, der mehrere Zahnräder antreibt gespannt. Die Stromversorgung geschieht über Akkus.

Akkus können sich in äußerer Form, Bauart und Leistung unterscheiden. (Eine Übersicht würde hier den Rahmen sprengen.)

Sobald die Airsoftwaffe mehr als 0,5 Joule Energie aufweist, darf sie nur Semi-automatisch schießen. Die elektrische Airsoftwaffe trägt dann die Bezeichnung „S-AEG“.

Sie sind weitestgehend allwettertauglich. Neuerdings versuchen die Hersteller ihre S-AEGs mit einem Elektrischen Blowback (EBB) auszustatten. Dieser Rückstoß ist allerdings nicht mit denen von Gas-Blowback (s.u.) oder gar echten Waffen zu vergleichen.

Neben den Akkus, muss auch ein passendes Ladegerät beschafft werden.

Gas

Bei gasbetriebenen Waffen, treibt eine genau bemessene Gasmenge das BB an. Das Gas wird entweder aus einer größeren Flasche in das Magazin umgefüllt oder es kommt aus einer eingesetzten CO2-Kapsel.

Gaswaffen können einen Teil des Treibmittel zur Nachahmung einer realistischen Waffenfunktion verwenden (GBB – GasBlowBack). Waffenmodelle die dies nicht tun, werden als NBB (NonBlowBack) bezeichnet.

Gaswaffen (mit Ausnahme von CO2) sind nicht allwettertauglich. Die im Airsoft verwendeten Treibmittel finden bei etwa 10°C ihre Grenzen. Darunter entfalten sie meist nicht die gewünschte Kraft, bzw. kühlen das Ventil so stark ab, dass es klemmt und alles Gas auf einmal entweicht (sog. „Cooldown“). Zudem reicht die Gasmenge i.d.R. nur für ein Magazin, welches meist nur 30 Schuss enthält. Daher muss auch das Gas mitgeschleppt werden.

Des Weiteren sind diese Waffen in der Regel sehr wartungsintensiv.

(Für Anfänger nur bedingt zu empfehlen)

HPA

Bei HPA-Waffen steht die Abkürzung für High-Pressure-Air, also Druckluft. Dabei werden die BB’s mittels einer geringen Menge von Druckluft beschleunigt und verschossen.

Im Gegensatz zu den o.g. Gas-Waffen ist Druckluft sehr wenig temperaturempfindlich, so dass HPA-Waffen auch an kalten Tagen gut funktionieren.

Allerdings besitzen sie einen größeren Drucklufttank, der i.d.R. an der Weste/Jacke getragen wird und mittels Schlauch mit der Waffe verbunden ist. Das muss man mögen oder auch nicht.

Dafür kann man bei HPA-Waffen die günstigeren Magazine von elektrischen Waffen verwenden, da der Tank nicht im Magazin ist.

Wer sich für ein HPA-System entscheiden möchte, sollte sich aber auch Gedanken über das Nachfüllen der Druckluftflaschen machen (hält etwa einen Spieltag lang).

Für den Einsteiger ist daher zunächst eine elektrisch betriebene Waffe ratsam. Als Waffentyp bietet sich eine Sturmgewehrreplik an.

Scharfschützengewehre sind zwar vielfach in den Köpfen von Einsteigern als Wunschwaffe manifestiert. Die Wirklichkeit entspricht aber selten der Vorstellung. Um im Spiel konkurrenzfähig zu sein, brauchen diese Waffen Reichweite und Präzision (nicht Energie!) und zwar über das Maß hinaus, welche sie ab Werk bieten. Eine gutes Sturmgewehr-ASG hat heutzutage locker die gleiche Reichweite, ist dafür aber flexibler einsetzbar. Zudem haben Airsoftspiele sehr oft einen schnellen Verlauf, welcher dann einen getarnten Scharfschützen überflüssig macht.

Zudem sollte ein Scharfschütze ein Mindestmaß an Erfahrung mitbringen, um seine i.d.R. energiestarke Waffe nicht auf zu kurze Distanzen einzusetzen.

Auf den meisten Spielfeldern gibt es folgende Energiegrenzen für Airsoft-Waffen:

Kurzwaffen – um 1J (Pistolen, Revolver – kurz „BackUp“)

Sturmgewehre – 1,5J bis 2J

Scharfschützengewehre – 2,5J bis 3J

Es gibt zwar auch hier keine einheitliche Regelung, jedoch sind diese Energiezahlen Erfahrungswerte denen sich die meisten Spielfeldbetreiber anschließen.

Als Mindestabstand – unter dem nicht mehr geschossen wird, um unnötige Schmerzen zu vermeiden – kann man als Faustformel zur Rate ziehen:

Pro 0,1 Joule eigener Waffenleistung, 1 Meter Abstand.

Beispiele :

1.: Pistole 1 Joule – Mindestabstand 10m, ab dem erst mit der Waffe geschossen werden darf

2.: Scharfschützengewehre 2,7 Joule – Mindestabstand 27m, ab dem erst mit der Waffe geschossen werden darf

Repliken von Kurzwaffen (Pistolen, Revolver, kleine Maschinenpistolen) mit einer Leistung von 2 Joule und mehr (in der Regel günstigere CO2-NBB-Waffen), sind für Airsoft ungeeignet, da die für den Einsatzbereich einen zu hohen Mindestabstand benötigen würden, bzw. das von Spielfeldbetreiber angegebene Leistungsmaximum deutlich überschreiten.

Eine Einsteigerwaffe (für Erwachsene) sollte sich im Bereich bis 1,5 Joule für die Langwaffe und bis 1 Joule für die Kurzwaffe (BackUp) bewegen. Als BackUp-Waffe kann auch eine AEP <0,5 Joule berücksichtigt werden.

Der Markt ist zu sehr im Fluss, als das man ein konkretes Modell, eines Herstellers empfehlen könnte. Es empfiehlt sich aber mind. 300 Euro als Anschaffungspreis für das reine Gewehr einzukalkulieren. Manche namhaften Hersteller bieten sogenannte „Sportsline“- oder „Value“-Modelle an. Mit geringerer Leistung und Bauteilqualität wird versucht, etwas im Niedrigpreissegment anbieten zu können. Günstige Waffen tendieren dazu schneller kaputt zu geben und haben in der Regel einen geringen Wiederverkaufswert.

Informiert euch einfach beispielsweise vor dem Kauf bei einem Team in der Nähe. Oftmals haben diese eine Gästewaffe zum Ausprobieren oder zumindest einen guten Ratschlag parat.

Für konkrete Empfehlungen empfiehlt es sich verschiedene Reviews im Internet zu lesen oder/und bei erfahrenen Spielergruppen nachzufragen. Sehr oft helfen diese gerne bei der richtigen Auswahl der ersten Waffe weiter.

Für Airsoftwaffen gibt es verschiedene Magazinarten, die drei Gängigsten sind:

LowCaps (LC – Low Capacity – geringe Kapazität)

ca. 30 – 80 Bbs

MidCaps (MC – Medium Capacity – mittlere Kapazität)

ca. 80 – 200 Bbs

HiCaps (HC – High Capacity – hohe Kapazität)

ca. 200 – 600 Bbs

Diese Magazine unterscheiden sich baulich.

HiCaps sind oftmals nicht gern gesehen, auf manchen Spielfeldern/Spielen gar verboten oder ihre Verwendung ist reglementiert. Dennoch liegt meist ein HiCap jeder ASG bei. Als taugliche Alternative bieten sich hier MidCap-Magazine an, da sie schon eine ausreichende Menge an BB’s mit sich führen können. (Zusätzlich ein sog. „Speedloader“, mit dem die BB’s in das Magazin gedrückt werden).

Für den Einstieg kann man zusätzlich zwei bis vier Magazine für die Primärwaffe und ggf. ein bis zwei Magazine für die BackUpWaffe einplanen. (Jeder Waffe liegt im Karton bereits ein Magazin bei)

Mit weiteren Waffenzubehör wie Zweibeine, Handgriffe, Optiken, etc. Sollte man bis nach dem ersten Spiel(en) warten. Man hat so einen besseren Überblick, für das was der Markt hergibt und was man selbst benötigt.

Bekleidung und Ausrüstung

Zusätzliche Schutzausrüstung

Festes, knöchelhohes Schuhwerk (Trekkingschuhe, Stiefel,…) und Handschuhe sollten bereits die Erstausstattung ergänzen.

Wie bereits erwähnt sind Gesichts- oder Halbgesichtsmasken empfehlenswert. Alternativ kann hier auch ein Schal oder Tuch den Halsbereich und die untere Gesichtshälfte zumindest provisorisch schützen.

Knieschoner, sowie ein Helm sind ebenfalls nur optional, können aber sehr zweckmäßig sein.

Bekleidung

Airsoft sollte immer auch ein wenig Stil sein. Bekleidung schafft keine bessere Spielweise, dennoch ist es schön, ein stimmiges Gesamtbild abzugeben.

Für das erste Spiel reicht eine minimale Ausrüstung, wer nicht gänzlich in zivil über das Spielfeld laufen will, kann sich mit gebrauchter Armeebekleidung einen ersten Grundstock schaffen. Das typische, negativ-geprägte Bild eines Airsoft-Anfängers besteht aus Feldbluse und Feldhose im Bundeswehr 5-Farben-Flecktarn, mit einer billigen Einsatzweste. Selten sieht diese Kombination wirklich gut aus. Wer wirklich ganz wenig Geld hat, kommt aber auch damit zunächst zurecht.

Eine Alternative wäre bspw. Bekleidung benachbarter Streitkräfte. Hier reicht bereits ein Field Jacket in um die erwähnte Anfängerausstattung (Magazine, …) brauchbar zu transportieren.

Auch hier gilt sich erst einen Überblick, über das Angebot des Marktes und des eigenen Bedarfs zu verschaffen. Gegebenenfalls hat ein Team, dem ihr später beitreten wollt, bereits Vorgaben im Tarnmuster.

Airsoft wird das ganze Jahr durch gespielt: Bei strahlendem Sonnenschein, wie auch bei Regen oder Schnee. Von daher sollte man auch rechtzeitig einen Gedanken an adäquate Nässe- und Kälteschutzbekleidung verschwenden. Ein Poncho ist eine günstige Lösung. Er hält trocken und ist dazu sehr vielseitig einsetzbar.

Eher zivile Nässeschutzbekleidung kann unter dem Spieloutfit getragen werden.
Der Markt gibt ausreichend Gebrauchtkleidung her. Neue Bekleidung ist in der Regel aber auch schon recht erschwinglich.

Orientierungshilfe für die Beschaffung von Outdoor-Bekleidung für kältere Tage sollte das Zwiebelschalenprinzip sein. Auf eine zweckmäßige Schicht Unterwäsche (Base Layer; bspw. Sportunterwäsche aus Kunstfaser oder Wolle), kommen mehrere Isolationsschichten (z.B. Mid Layer; Fleece, Softshell), gefolgt von einer stabilen, wetterfesten Außenschicht. Diese Schichten können je nach Bedarf weggelassen oder hinzugefügt werden.

Trageausrüstung

Unter Trageausrüstung versteht man Koppeln, Chest Rigs, Plattenträger, Schutzwesten, Kampfmittelwesten und dergleichen. In ihr transportiert man hauptsächlich die Magazine der ASG, Trinkwasser und anderes unmittelbar wichtiges Material.

Abzuraten ist eine erste „Weste“ eines günstigen, qualitativ eher minderwertigen Herstellers. Der niedrige Preis wird durch schlechte Grundmaterialien, minderwertige Verarbeitung (schwach dimensionierte Nähte, …) und fehlende Qualitätskontrolle erreicht.

Für ein paar Euro mehr findet man aber schon gebrauchte oder gar neue, vergleichbare Ausrüstungsgegenstände namhafter Hersteller. Neben der besseren Qualität, überzeugen diese Artikel in der Regel mit besser durchdachten Lösungen im Detail. Sollte man wider erwartend Airsoft recht schnell müßig werden, wird ein hochwertigerer Artikel, in der Regel auch einen wesentlich besseren Wiederverkaufswert erreichen.

Für den Einstieg empfiehlt sich ein Chest Rig. Bei einem nicht-modularen Chest Rig sind alle Taschen (Magazin- und Mehrzwecktaschen) fest vernäht, bei einem teil-modularen Chest Rig sind zumeist die Magazintaschen vorhanden, zusätzlich gibt es modulare Flächen, auf die weitere Taschen, je nach Bedarf angebracht werden können.

Eine feste, symmetrische Taschenanordnung ist anfänglich einfacher zu nutzen, da man leichter den Überblick behält und sich die Zusatzkosten für weitere Taschen in Grenzen halten.

Sollte man sich später für einen modularen Plattenträger mit individueller Taschenkonfiguration entscheiden, hat man bereits ein kleineres, kompaktes Rig, welches gern auch mal an warmen Sommertagen getragen werden kann.

Aber auch hier empfiehlt es sich vorher in einschlägigen Foren schlau zu machen und Reviews über die Gegenstände zu lesen, um nicht sein Geld aus dem Fenster zu werfen.

Outdoor-Ausrüstung

Viele Spielfelder liegen fernab von Einkaufsmöglichkeiten. Von daher sollte man Essen und Getränke selbst mitbringen. Während des Spiels ist es ratsam, Wasser mitzuführen. Sei es in einem Trinksystem (z.B. Camelbak) einer Feldflasche oder in einer 0,5l-PET-Flasche in einer Magazintasche. Für einen warmen Sommertag, sollte man locker 2-3l Wasser einplanen.

Wer länger (mehrere Tage) unterwegs ist, kann sich beim Essen an Trekking-Ausstattern oder militärischer Einsatzverpflegung (EPA, MRE, usw.) orientieren.

Bei langen Anfahrtswegen oder Spielen über mehrere Tage empfiehlt sich die Anschaffung von Outdoor-Übernachtungsmöglichkeiten (Zelt, Feldbett, Schlafsack, etc). Hier ist der Markt aber dermaßen groß, dass wir nicht näher darauf eingehen können. (Aber auch hier sollte man nicht allzu sehr sparen.)